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Braucht es wirklich Neujahrsziele – oder etwas Tieferes?

"Innere Ausrichtung statt Neujahresziele - bewusste Ausrichtung für den Alltag"

Wie geht es dir mit Zielen? Motivieren sie dich – oder bringen sie dich eher durcheinander?

Vor allem dann, wenn wir uns gefühlt von außen dazu aufgerufen fühlen, zu einem bestimmten Datum plötzlich neue Ziele haben zu müssen. Der Jahreswechsel ist so ein Moment: Ein neues Jahr beginnt – zumindest in einem Kalender, der weit entfernt ist von natürlichen Zyklen.


Aus meiner Sicht entsteht der Wunsch nach neuen Zielen in dieser Zeit oft aus einem äußeren Ereignis heraus. Doch nicht jede innere Bewegung folgt diesem Rhythmus.

Wenn du innerlich spürst, dass der Jahreswechsel für dich der richtige Zeitpunkt für neue Ziele ist, dann schließ dich dem Kollektiv gerne an. Wenn nicht, dann darfst du dich bewusst aus dem Feld der „Neujahrsziele“ ausklinken – und dich stattdessen in deiner höchsten inneren Ausrichtung zentrieren.


Neuanfänge – und warum sie manchmal stocken

Ich persönlich liebe Neuanfänge. Ich liebe die Chance, mich neu auszurichten, Altes loszulassen und innerlich einen neuen Raum zu öffnen.

Und doch merke ich dieses Jahr: Je näher das Jahresende rückt und je mehr ich „das neue Jahr planen“ möchte, desto weniger komme ich weiter. Nicht aus Widerstand – sondern aus fehlendem Interesse. Vielleicht, weil ich spüre, dass es gerade um etwas anderes geht.


Die innere Ausrichtung als täglicher Kompass

Grundsätzlich empfinde ich eine gewisse Ausrichtung als sehr wertvoll – nicht als starres Ziel, sondern als Leitlinie für jeden einzelnen Tag.

Diese innere Ausrichtung – meine Werte, mein Fokus, mein inneres Bestreben – begleitet mich von morgens bis abends durch den Alltag. Mal ist sie präsenter, mal rückt sie in den Hintergrund. Doch ich finde immer wieder zu ihr zurück.

Und diese Ausrichtung darf groß sein. So liebevoll, freudvoll und hochschwingend, wie du sie dir gerade noch vorstellen kannst.

👉 Schreib sie dir gerne auf und hänge sie an einen Ort, an dem du im Alltag immer wieder daran vorbeikommst.

Wenn du bewusst nach deiner höchsten inneren Ausrichtung lebst, Entscheidungen danach triffst und fein hinspürst, welche Aufgaben jetzt wirklich anstehen – dann braucht es aus meiner Sicht keine klassischen Ziele mehr.


Was uns von unserer inneren Ausrichtung abhält

Sind beim Lesen schon ein paar innere „ABERs“ aufgetaucht? 😉

Zum Beispiel:

  • Aber wie soll ich denn danach leben?

  • Aber was ist mit meinem Partner / meinen Kindern?

  • Aber das ist doch nicht realistisch.

  • Aber im Alltag funktioniert das nicht.

  • Bei dir klappt das vielleicht – bei mir nicht, weil …

Diese „ABERs“ halten uns in alten Mustern fest. Sie entstehen aus früheren Erfahrungen, Erziehung, übernommenen Glaubenssätzen, familiären Prägungen oder Meinungen anderer.

Oft haben sie uns früher geholfen, „gut durchzukommen“. Dafür dürfen wir dankbar sein. Und gleichzeitig darf sich heute die Frage stellen: Dient mir das noch?


Übung: Deine höchste innere Ausrichtung finden

Für diese Übung brauchst du zwei unterschiedlich farbige Blätter.

  • Blatt 1: Schreibe alles auf, was dir zu deiner liebevollen, freudvollen und hochschwingenden inneren Ausrichtung einfällt.

  • Blatt 2: Jedes Mal, wenn ein „ABER“ auftaucht, schreibe es hier auf.

Um deine innere Ausrichtung zu festigen, lohnt es sich, zuerst die alten Themen zu betrachten. Hilfreiche Fragen können sein:

  • Ist das wirklich so?

  • Wer hat mir das zum ersten Mal gesagt?

  • Wozu hat mir diese Ansicht früher gedient?

  • Geht es mir heute damit wirklich gut?

Manche Themen lösen sich allein durch Bewusstwerden. Andere dürfen tiefer transformiert werden – z. B. durch die Arbeit mit Glaubenssätzen, inneren Anteilen oder energetischer Bereinigung.


👉 Einen Termin für ein 1:1-Coaching kannst du hier buchen.


Mit jedem gelösten Thema darf sich auch deine innere Ausrichtung weiterentwickeln – immer mehr in Richtung Leichtigkeit, Freude und innerer Wahrheit.


Innere Ausrichtung im Alltag leben – konkrete Impulse für einen bewussten Alltag

  • Nutze die ersten Minuten nach dem Aufwachen, um dich bewusst auf deine innere Ausrichtung einzustimmen.

  • Visualisiere deinen Tag aus diesem inneren Zustand heraus.

  • Beobachte dich bei Entscheidungen – kleinen wie großen – und spüre, was wirklich stimmig ist.

  • Nutze Übergänge im Alltag (Haus verlassen, Heimkommen, Aufgabenwechsel), um dich neu auszurichten.

  • Wenn du merkst, dass du deiner Ausrichtung nicht treu warst, gehe die Situation innerlich noch einmal aus höherem Bewusstsein durch und verändere ihre energetische Bedeutung.

  • Auch am Abend kannst du bewusst bereinigen, was nicht stimmig war – und dankbar sein für alles, was im Einklang war. Dankbarkeit zeigt dem Leben, wovon du mehr möchtest.


Braucht es nun noch Ziele?

Natürlich können neben deiner inneren Ausrichtung auch konkrete Ziele existieren. Für mich bedeutet ein Ziel jedoch oft: Ich muss es erreichen – sonst bin ich gescheitert.

Die höchste innere Ausrichtung hingegen ist kein Zustand, der erreicht werden muss. Sie ist ein Wegweiser, der sich jederzeit verändern und verfeinern darf.

Spüre gut hin, ob dich ein Ziel wirklich nährt – oder ob es gerade reicht, deiner inneren Ausrichtung zu folgen.

Ich bin gespannt: Wie siehst du das Thema Ziele und innere Ausrichtung?


Deine Alina


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