Deine innere Ausrichtung im Alltag leben – und sie bewusst halten
- Alina Huber

- 8. Jan.
- 4 Min. Lesezeit

Vielleicht hast du bereits eine Idee davon, mit welcher inneren Ausrichtung du durchs Leben gehen möchtest. Oder du hast dir deine innere Ausrichtung in meinem letzten Blogartikel oder Video erarbeitet und fragst dich nun:
Wie kann ich meine innere Ausrichtung im Alltag wirklich leben – und halten?
Genau darum geht es in diesem Blogartikel.
👉 Hier findest du den vorherigen Blogartikel:https://www.xn--hochsensibilitt-friedberg-yec.de/post/neujahresziele-innere-ausrichtung
🎥 Passender Videokurs auf YouTube:https://youtube.com/playlist?list=PLWbtaEqJCwRiYyrmWYalS6fYPWkTgMZL3&si=iu-0-SXtd26UGHZ-
Was bedeutet innere Ausrichtung im Alltag?
Deine höchste innere Ausrichtung dient dir als Wegweiser – für deinen Alltag und damit für dein gesamtes Leben. Sie darf groß sein: Lichtvoll, voller Freude, hochschwingend.
Im Gegensatz zu klassischen Zielen darf sich deine innere Ausrichtung mit der Zeit verändern, erweitern und wachsen. Es geht nicht darum, etwas zu erreichen, sondern darum, dich in möglichst jeder Situation immer wieder neu danach auszurichten.
Und ja – das ist im Alltag oft leichter gesagt als getan. Denn wir springen von einer Aufgabe zur nächsten und verlieren dabei schnell das Wichtigste aus dem Blick:
Die Verbindung zu uns selbst und zu unserer inneren Ausrichtung.
Bewusst-sein - der Schlüssel zu deiner inneren Ausrichtung
Aus meiner Erfahrung heraus ist Bewusstsein („bewusst sein“) der zentrale Schlüssel. Bewusst zu sein bedeutet:
zu wissen, was du gerade tust
wie du es tust
mit welcher Intention
und wie es sich für dich anfühlt
Nur wenn du bewusst bist, kannst du auf deine innere Ausrichtung zugreifen und dich im Alltag neu ausrichten.
Damit dieser Prozess alltagstauglich bleibt, habe ich ihn in drei Schritte unterteilt:
Bewusst-sein im Alltag
Nach der inneren Ausrichtung leben
Die innere Ausrichtung halten – auch im Kontakt mit anderen Menschen
Bewusst-sein im Alltag
Im ersten Schritt geht es nicht darum, deinen Alltag sofort zu verändern. Es geht vielmehr darum, immer wieder bei dir selbst anzukommen.
Ich nutze dafür besonders gerne Übergänge im Alltag, zum Beispiel:
vom Haus ins Auto
beim Warten
beim Nachhausekommen
Gerade als hochsensibler Mensch hilft mir das, Abstand zu vorherigen Situationen zu gewinnen und mich wieder klar nach meiner inneren Ausrichtung auszurichten.
Wie fühlt es sich an, bewusst zu sein?
Nutze gern deine eigene Methode, um wieder bewusst zu werden. Je mehr sie wirklich zu dir passt, desto leichter kannst du sie im Alltag umsetzen. Mit Übung wird das Zentrieren immer automatischer.
Alltagsanker für mehr Bewusstsein:
Post-its in der Wohnung
Handy-Erinnerungen
Übergänge im Alltag bewusst nutzen
Wenn du merkst, dass deine Stimmung sinkt
Nach einer Mahlzeit
Morgens beim Aufstehen
Abends beim Einschlafen
Nach deiner inneren Ausrichtung leben
Immer dann, wenn du dir selbst bewusst bist, kannst du auch deine innere Ausrichtung wieder wahrnehmen. Aus dieser Verbindung heraus darfst du dich fragen:
Ist das, was ich gerade tue, noch stimmig für mich?
Vielleicht bemerkst du:
dass du Aufgaben für andere übernimmst, um geliebt zu werden
dass sich deine Ernährung verändern möchte
dass deine Tagesstruktur nicht mehr zu dir passt
usw...
Wichtig:
👉 ohne zu bewerten
👉 ohne vorerst etwas zu verändern, so bleibt der Kopf erst noch draußen
Nimm einfach wahr und schreibe dir alles auf, was sich nicht mehr stimmig anfühlt. Sammle diese Punkte ruhig ein paar Tage lang.
Wenn du ein klareres Bild hast:
zentriere dich in deinem Herzen
verbinde dich mit deiner inneren Ausrichtung
danke den alten Mustern, die dir einmal gedient haben
Dann entscheide Schritt für Schritt, was du jetzt schon konkret umsetzen kannst. Dabei ist es wichtig, genau diese Dinge jetzt schon zu ändern, um ins Tun zu kommen. Vielleicht ziehen die anderen Punkte auf deinem Zettel von alleine nach oder brauchen noch etwas Zeit.
Gerade auch, wenn du mit anderen Menschen zusammenlebst, gib auch ihnen Zeit, sich an die Umstellungen zu gewöhnen.
Deine innere Ausrichtung halten - auch mit anderen Menschen
Jetzt geht es darum, deine innere Ausrichtung auch im Kontakt mit anderen Menschen zu halten, selbst wenn sie deine Sichtweise nicht teilen.
Wichtig ist, dass jeder Mensch (unbewusst) wählt, was er für Erfahrungen fürs Leben braucht. Jeder Mensch ist an einem anderen Punkt und auch aus einem anderen Grund auf die Erde gekommen. Das dürfen wir uns immer im Hinterkopf behalten. So kann es sein, dass du hier bist, um Liebe und Licht ins Leben zu bringen, in dem du deine Themen löst. Andere Menschen sind gerade hier, weil sie erfahren möchten, wie sich z. B. ein kranker Körper anfühlt. Das dürfen wir immer respektieren.
Indem du dich in deinem Herzen mit deiner inneren Ausrichtung verbindest, bekommst du ein Gefühl dafür, weshalb du hier bist. Und genau weswegen bist du wichtig und unverzichtbar.
Spüre gerne noch etwas nach, wie sich das für dich anfühlt.
Denn mit dieser Wichtigkeit solltest du demnach auch deine innere Ausrichtung behandeln. Auch hier ist der Schlüssel wieder das "bewusst-sein". Nur so kannst du dich zentrieren und lässt dich nicht so leicht aus der Bahn werfen - selbst, wenn andere Menschen "gegen dich" sind. Vielleicht zeigen sie dir dadurch nur, an welchen Themen du noch arbeiten darfst.
Wenn du in einer Situation nicht zentriert warst:
Das sind wenige Worte für ein großes Thema, das tagtäglich geübt werden darf. Wenn du merkst, dass du in einer Situation nicht zentriert warst oder nicht nach deiner höchsten inneren Ausrichtung gehandelt hast, kannst du die Situation im Nachhinein bereinigen: Zentriere dich und verankere dich in deiner höchsten Ausrichtung. Dann gehe gedanklich und gefühlmäßig nochmal in die Situation und spüre dabei dein Herz und deine innere Ausrichtung. So kannst du die Situation energetisch mit deiner Zentrierung überspielen, bis du wieder im Hier und Jetzt angekommen bist.
Schreib mir doch gerne mal in die Kommentare, wie es dir im Moment mit deiner höchsten inneren Ausrichtung geht und wo du noch Unterstützung brauchst.
Deine Alina




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